Die Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprecher der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen haben sich trotz der Sommerpause kurzfristig mit Oberbürgermeister Nico Morast, Bürgermeister Michael Nöltner und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung getroffen, um das weitere Vorgehen hinsichtlich des geplanten Radwegeausbaus entlang der L 1103a und B 35 in Richtung Knittlingen abzustimmen.
Hintergrund des Austauschs ist der geplante Ausbau des Rad- und Gehwegs, mit dem nach der derzeitigen Planung die Fällung von insgesamt 21 Bäumen verbunden ist. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat die von der Stadtverwaltung angesprochenen baulichen Alternativen zur bestehenden Planung bereits mehrfach geprüft. Aus Sicht des Regierungspräsidiums ist die Fällung der Bäume derzeit unumgänglich. Vor diesem Hintergrund haben sich Verwaltung und Gemeinderat nun gemeinsam über das weitere Vorgehen beraten.
Aktuell sind die geplanten Baumfällungen seitens des Regierungspräsidiums Karlsruhe vorerst ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund wurde gemeinsam beschlossen, dass zwingend ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin mit Regierungspräsident Alexander Föhr sowie den beteiligten Abgeordneten in Bretten stattfinden soll. Ein entsprechendes Schreiben mit der Bitte um einen zeitnahen Termin wurde an das Regierungspräsidium Karlsruhe übermittelt.
„Es muss eine politische Entscheidung getroffen werden, die beide Interessenslagen – eine gut ausgebaute Radverkehrsinfrastruktur und die ökologischen Belange – angemessen berücksichtigt“, so Oberbürgermeister Nico Morast.
Der geplante Ausbau des Rad- und Gehwegs entlang der L 1103a und B 35 in Richtung Knittlingen ist eine Maßnahme des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Die Planung wurde auf Wunsch der Stadt am 14. Juli 2026 im Gemeinderat öffentlich vorgestellt. Bereits bei der Vorstellung wurden die geplanten Eingriffe in den Baumbestand und insbesondere die Fällung von insgesamt 21 Bäumen kritisch hinterfragt.
Die Stadtverwaltung brachte daraufhin verschiedene Alternativen und Anregungen ein, mit denen geprüft werden sollte, inwieweit sich der geplante Ausbau unter Berücksichtigung der verschiedenen Belange umsetzen lässt.
Das Regierungspräsidium hat die von der Stadtverwaltung eingebrachten Alternativen und Anregungen geprüft und sieht die Rodung der Bäume im Zuge des Ausbaus des RadNETZ BW-Abschnittes nach Abwägung aller Möglichkeiten als unumgänglich an.
Bis zu einer gemeinsamen Erörterung vor Ort erwarten Gemeinderat und Stadtverwaltung, dass keine vollendeten Tatsachen geschaffen und insbesondere die geplanten Baumfällungen weiterhin zurückgestellt werden.
(veröffentlicht am 03.09.2026)
