Alteichen im Lehrwald aus Sicherheitsgründen gefällt

Die beiden markanten Alteichen an der Wegekreuzung „Vier Sitzbänke“ im Brettener Lehrwald vor der Fällung. Foto: Stadt Bretten

Die beiden markanten Alteichen an der Wegekreuzung „Vier Sitzbänke“ im Brettener Lehrwald mussten am Donnerstagmorgen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Bei regelmäßigen Baumkontrollen war festgestellt worden, dass die beiden Bäume nicht mehr standsicher waren.

Eingehende Untersuchungen mittels Zuwachsbohrungen und Schalltomographie hatten eine starke Zersetzung des Kernholzes durch Braunfäule ergeben. Wie weit die Zersetzung bereits fortgeschritten war, zeigte sich insbesondere bei der rund 140 Zentimeter starken und etwa 250 Jahre alten Alteiche. Im Inneren des Stammes, wo sich bei einem gesunden Baum festes Kernholz befinden sollte, waren großflächige Hohlräume und stark zersetztes Holz sichtbar. Entlang einer deutlich erkennbaren Zersetzungszone, die durch den Schwefelporling verursacht wurde, war das Holz bereits stark geschädigt. Der Baum hätte jederzeit unkontrolliert abbrechen und damit eine akute Gefahr für Waldbesucher darstellen können.

Zusätzlich zu den festgestellten Faulstellen befanden sich starke Totäste in den Baumkronen. Die Fällung der beiden markanten Alteichen war daher aus Gründen der Verkehrssicherheit unumgänglich.

Um den Unterschied zwischen gesundem und bereits stark zersetztem Holz anschaulich zu machen, wurde eine Baumscheibe eines gesunden Baumes am Rand des Baumstumpfes angebracht.

Auch nach der Fällung sollen die Bäume im Lehrwald sichtbar und erlebbar bleiben. Ein rund sechs Meter langes Stammstück verbleibt als Erinnerung und zugleich als ökologisch wertvolles Totholz vor Ort. Aus einem weiteren Stammabschnitt sollen Sitzbänke gefertigt werden, die künftig wieder an geeigneter Stelle im Brettener Stadtwald aufgestellt werden und zum Verweilen einladen.

Im Spätjahr sollen zudem zwei neue Eichen im Stadtwald gepflanzt werden.

(veröffentlicht am 14.08.2026)