Philipp Melanchthon
wurde am 16. Februar 1497 in Bretten als Philipp Schwarzerdt geboren (Melan-chthon ist griechisch und bedeutet 'Schwarze Erde'). Er starb am 19. April 1560 in Wittenberg.
Philipp Schwarzerdt war Reformator, Humanist und engster Mitarbeiter Martin Luthers. Nach seinem Studium in Heidelberg und Tübingen wurde er 1518 nach Wittenberg auf den Griechisch-Lehrstuhl berufen. An der deutschen Bibelübersetzung war Melanchthon als Kenner des Griechischen maßgeblich beteiligt. Aus seiner Feder stammen wichtige Basisschriften der Reformation: die »Loci communes« (1521), die erste, höchst einflußreiche Dogmatik der evangelischen Kirche, und das »Augsburgische Glaubensbekenntnis«. Wegen seiner zahlreichen theologischen und pädagogischen Schriften hat er sich schon bei den Zeitgenossen den Ehrentitel »Praeceptor Germaniae« (Lehrer Deutschlands) erworben.
Weitere Informationen zu Melanchthon
Melanchthon 2010 - Gedenkjahr
Erinnerung an Philipp Melanchthons Lebensstationen:
Zum 450. Todestag gemeinsames Veranstaltungsprogramm in Bretten und Wittenberg
Das Leben und Wirken Philipp Melanchthons bewegte sich zwischen Bretten, seinem Geburtsort, und Wittenberg, seinem bedeutenden Wirkungsort, wo er am 19. April 1560 starb.
Das Melanchthonhaus Bretten und die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt in Wittenberg erinnern mit gemeinsam organisierten Veranstaltungen und Ausstellungen in beiden für Melanchthon bedeutenden Städten 2009/2010 an den 450. Todestag des Universalgelehrten und Reformators.
Hier finden Sie alle Veranstaltungen zum Gedenkjahr
Melanchthon 1997 - Jubiläum
Mit einem umfangreichen Fest- und Tagungsprogramm gedachte die Stadt Bretten 1997 des 500. Geburtstages ihres berühmtesten Sohnes, Philipp Melanchthon. In Zusammenarbeit mit der Partnerstadt Wittenberg und den drei weiteren baden-württembergischen Melanchthonstädten Pforzheim, Tübingen und Heidelberg entstanden dabei auch international bedeutsame Projekte. Intention des Jubiläums, das unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog stand, war es, die religiöse, theologische und ethisch-philosophische Ebene auszuloten, aus Philipp Melanchthons Lehren und Wirken in der Vergangenheit Möglichkeiten für die Sinnsuche der Gegenwart zu öffnen.


