Baulückenkataster

Luftbildausschnitt

Bereits seit 1986 erfasst die Stadt Bretten regelmäßig in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen die vorhandenen Baulücken in einem Baulückenkataster. Baulücken sind unbebaute, aber bereits erschlossene Bauflächen zwischen bebauten Grundstücken, die bislang noch nicht ihrem eigentlichen Zweck entsprechend genutzt werden. Im Kataster sind die Baulücken erfasst, die aus städtebaulicher Sicht geschlossen werden sollten. Es handelt sich dabei um eine statistische Erhebung.

Insgesamt ist der Abbau von Baulücken in der Gesamtstadt Bretten in den letzten 30 Jahren positiv verlaufen, insbesondere auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in diesem Zeitraum in Bretten 18 neue attraktive Wohngebiete ausgewiesen wurden. Im gesamten Stadtgebiet konnte die Zahl der Baulücken seit der ersten Erhebung im Jahr 1986 von 768 auf 312 verringert werden, was einer Abnahme um knapp 60% entspricht, aktuell hat Bretten dennoch ein Flächenpotenzial an unbebauten, aber bereits erschlossenen Bauflächen von etwa 21 Hektar.

Baulückenkataster Kernstadt und Stadtteile (Pläne)

Zurück in die Stadt! – Die Aktivierung von Baulücken

Auch in Bretten gewinnen die Stadt- bzw. die Ortsteilzentren mit ihrem Infrastrukturangebot für Groß und Klein, Jung und Alt an Bedeutung. Das Wohnen in einem lebendigen und gewachsenen Umfeld, nah am Kindergarten, der Schule, dem Hausarzt oder dem Spezialisten, den gern besuchten Geschäften und der Stadtbahn ist für viele (wieder) attraktiv. Oft hat eine Baulücke sogar die bessere Lage, da sie schon von Beginn an in ein intaktes Wohnumfeld eingebunden ist.
Auch für die Kommune ist die Aktivierung von Baulücken eine Chance, neue unterhaltsaufwendige Siedlungserweiterungen zu reduzieren und so im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung den Verbrauch an Freiflächen einzudämmen sowie die vorhandene Infrastruktur besser auszulasten. Die Stadt Bretten verfolgt das Ziel, die Bevölkerung hierfür zu sensibilisieren, Denkanstöße zu möglichen Grundstücksnutzungen zu geben und begrüßt jede Schließung einer innerörtlichen Baulücke.

Die Gründe, warum Baulücken oft viele Jahre lang existieren, können sowohl wirtschaftlicher, rechtlicher oder auch persönlicher Natur sein. Häufig werden Bauplätze nur innerhalb der Familie oder engen Verwandtschaft weitergegeben. Viele Baulücken sind durch die mangelnde Verkaufsbereitschaft der Eigentümer faktisch bislang dem Markt entzogen.

Die in den Plänen oben dargestellten Baulücken gehören in der Regel nicht der Stadt Bretten, sondern befinden sich in privatem Eigentum. Bei den erfassten Grundstücken ist der Stadt Bretten in der Regel unbekannt, ob seitens der Grundstückseigentümer ein Veräußerungsinteresse besteht. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist es der Stadt Bretten untersagt, Kontaktdaten der Eigentümer an Kaufinteressenten herauszugeben.

Im Zuge der Förderung der Innenentwicklung wirbt die Stadt Bretten darum, dass das große Potential der in Bretten vorhandenen Baulücken vermehrt genutzt wird. Dazu finden Sie als Eigentümer bei uns im Haus ein entsprechendes Informations- und Beratungsangebot der Ämter Wirtschaftsförderung und Liegenschaften sowie Stadtentwicklung und Baurecht.
Gern beraten wir Sie z. B. bei Fragen zur Bebaubarkeit Ihres Bauplatzes, zu einer eventuell angestrebten Grundstücksteilung und zum Bodenrichtwert.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Eigentümer einer Baulücke sind und noch nicht genau wissen, ob und wie Sie die Entwicklung Ihres Grundstücks anpacken sollen. Durch erste Gespräche können neue Ideen entwickelt und gegebenenfalls vorhandene Vorstellungen weiter verfolgt oder ausgebaut werden.

Sie haben Unterstützungs- oder Beratungsbedarf? Wir helfen Ihnen gern weiter!

Ihre Ansprechpartner:

    • Frau Hausner
  • 07252 921 611
    • Herr Zürner
  • 07252 921 234