Schweizer Hof

Das heutige Gebäude stammt nach den Ergebnissen der bauhistorischen Datierung aus dem Jahr 1707 und damit aus der Wiederaufbauära nach dem Stadtbrand. Im Mittelalter befand sich an der Stelle der Brettener Zehnthof des in der Region reich begüterten Nonnenklosters Frauenalb. Aus dieser Zeit stammen auch noch die mächtigen und weitläufigen Kellergewölbe unter dem Schweizer Hof, die schon für sich allein eine Sehenswürdigkeit darstellen.

Der sehr marode gewordene Schweizer Hof wurde von März 1997 bis Oktober 2001 durch die Bürgerinitiative Brettener Heimat- und Denkmalpflege ehrenamtlich saniert. Die Unterstützung Brettener Fachbetriebe und unzählige unentgeltliche Arbeitsstunden, Spenden der Einwohner und Erlöse aus Festen und Veranstaltungen haben zur Restaurierung beigetragen und es ermöglicht, dass das mächtige Fachwerkhaus die Brettener Fußgängerzone attraktiv aufgewertet hat. Seit 2002 ist in den vier oberen Stockwerken das stadt- und regionalgeschichtliche Museum der Stadt Bretten untergebracht. Das Museum im Schweizer Hof hat seinen Zugang über einen Anbau von der hinter dem Gebäude verlaufenden Straße "Engelsberg" her.

Im Erdgeschoss eröffnete 2002 wieder eine gutbürgerliche Gaststätte unter dem traditionellen Namen "Goldener Schwanen – Schweizer Hof" mit Spezialitäten aus Kraichgau und Stromberg. Die Gaststätte ist von der Fußgängerzone erreichbar.