Melanchthon

Melanchthon

Philipp Melanchthon wurde am 16. Februar 1497 in Bretten als Philipp Schwarzerdt geboren (Melan-chthon ist griechisch und bedeutet "Schwarze Erde"). Er starb am 19. April 1560 in Wittenberg.

Melanchthonhaus

Philipp Schwarzerdt war Reformator, Humanist und engster Mitarbeiter Martin Luthers. Nach seinem Studium in Heidelberg und Tübingen wurde er 1518 nach Wittenberg auf den Griechisch-Lehrstuhl berufen. An der deutschen Bibelübersetzung war Melanchthon als Kenner des Griechischen maßgeblich beteiligt.

Aus seiner Feder stammen wichtige Basisschriften der Reformation: Die "Loci communes" (1521), die erste, höchst einflussreiche Dogmatik der evangelischen Kirche, und das "Augsburgische Glaubensbekenntnis". Wegen seiner zahlreichen theologischen und pädagogischen Schriften hat er sich schon bei den Zeitgenossen den Ehrentitel "Praeceptor Germaniae" (Lehrer Deutschlands) erworben.

Internationaler Melanchthonpreis der Stadt Bretten

Die Melanchthonstadt Bretten verleiht am 17.02.2018 zum 11. Mal den

Internationalen Melanchthonpreis der Stadt Bretten.

Preiswürdig ist ein im Druck erschienenes Werk, das in hervorragender Weise dazu beiträgt, die Kenntnis über Melanchthons Leben und Werk oder die geistesgeschichtlichen Voraussetzungen, das Umfeld und die Folgen seines Wirkens zu vertiefen.

Der "Internationale Melanchthonpreis" ist mit 7.500 € dotiert und wird alle 3 Jahre verliehen.

Vorschläge mit Begründung sind bis 01.05.2017 an die Europäische Melanchthon-Akademie Bretten einzureichen.

Über die Vorschläge entscheidet im Auftrag der Melanchthonstadt Bretten eine internationale Findungskommission.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten:

  • Prof. Dr. phil. Günter Frank
  • Melanchthonstraße 1 - 3
  • 75015 Bretten

Melanchthon 2010 - Gedenkjahr

Erinnerung an Philipp Melanchthons Lebensstationen:
Zum 450. Todestag gemeinsames Veranstaltungsprogramm in Bretten und Wittenberg

Das Leben und Wirken Philipp Melanchthons bewegte sich zwischen Bretten, seinem Geburtsort, und Wittenberg, seinem bedeutenden Wirkungsort, wo er am 19. April 1560 starb.

Das Melanchthonhaus Bretten und die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt in Wittenberg erinnerten mit gemeinsam organisierten Veranstaltungen und Ausstellungen in beiden für Melanchthon bedeutenden Städten 2009/2010 an den 450. Todestag  des Universalgelehrten und Reformators.

Melanchthon 1997 - Jubiläum

Mit einem umfangreichen Fest- und Tagungsprogramm gedachte die Stadt Bretten 1997 des 500. Geburtstages ihres berühmtesten Sohnes, Philipp Melanchthon. In Zusammenarbeit mit der Partnerstadt Wittenberg und den drei weiteren baden-württembergischen Melanchthonstädten Pforzheim, Tübingen und Heidelberg entstanden dabei auch international bedeutsame Projekte. Intention des Jubiläums, das unter der Schirmherrschaft des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog stand, war es, die religiöse, theologische und ethisch-philosophische Ebene auszuloten, aus Philipp Melanchthons Lehren und Wirken in der Vergangenheit Möglichkeiten für die Sinnsuche der Gegenwart zu öffnen.