Ergebnis der Verkehrserhebung 2008
Ergebnisse der Verkehrserhebung Bretten 2008 gegenüber 2003
1.
Die Summe des Verkehrs am Siedlungsrand Bretten, Diedelsheim, Gölshausen und Rinklingen ist 2003 und 2008 identisch.
Es gibt jedoch Verschiebungen auf den einzelnen Straßen.
Auffällig ist eine Mehrbelastung von 12,5 % auf der L 1103 zwischen
Bretten und Oberderdingen, eine Mehrbelastung von gut 13 % auf der K 3568 von und nach Sprantal sowie eine Mehrbelastung von 9 % auf der K 3503 aus/in Richtung Kraichtal/Büchig.
Um 8,6 % abgenommen hat der Verkehr auf der K 3569 aus und in
Richtung Ruit.
Weniger Verkehr war auch auf der B 35 in bzw. aus Richtung Knittlingen und auf der B 293 in bzw. aus Richtung Karlsruhe feststellbar. Auf den Bundesstraßen 35 und 293 lagen die Reduzie-rungen bei 7,5 % bzw. 5 %.
2.
Schwerverkehrszunahmen in der Klasse ab 3,5 to Gesamtgewicht treten mit 63 % am deutlichsten auf der K 3569 von und nach Ruit auf. Ein wesentlicher Teil dieser Zunahme ist auf den Schienenersatzverkehr durch Omnibusse zurückzuführen, der zum Zeitpunkt der Erhebung stattfand.
Bezogen auf die gut 31 % Zunahme auf der K 3568 unmittelbar am
Knoten mit der B 294 dürfte die Ursache mit dem Standort des
Baubetriebhofes und der Straßenmeisterei zusammenhängen. Auch der Standort der EBRD im weiteren Verlauf der Kreisstraßen wird Einfluss auf diesen hohen Wert haben.
Auffällig ist eine Zunahme des Schwerverkehrsanteils um knapp 70 % auf der B 294 aus und in Richtung Pforzheim. Ansonsten ist auf den sonstigen Bundes-, Landes- und Kreisstraßen mehrheitlich eine leichte Abnahme des Schwerverkehrs ab 3,5 to Gesamtgewicht feststellbar.
In Summe ist die Zahl des erfassten Schwerverkehrs gleich hoch wie 2003. Allein die Verteilung hat sich geändert.
3.
Auf der B 35 hat der Verkehr im Abschnitt zwischen dem Diedelsheimer Dreieck und dem Alexanderplatz gegenüber der Erhebung 2003 um knapp 4 % abgenommen.
Mit gut 11 % hat der Verkehr am stärksten auf dem Abschnitt Alexanderplatz bis Anbindung Diedelsheimer Höhe zugenommen. Ursache hierfür dürfte die neue Linksabbiegespur am Alexanderplatz und die Nutzung der Anbindung der Diedelsheimer Höhe an die B 35 sein.
Verkehrszunahmen von 4,6 % und 9,2 % sind auch auf den Bundesstraßenabschnitten Anbindung Diedelsheimer Höhe bis Gölshäuser Dreieck und Gölshäuser Dreieck bis Bretten-Ost zu verzeichnen. Das Ziel, die B 35 im Norden von Bretten als Verteilerstraße zu nutzen und den Verkehr jeweils auf dem kürzesten Weg in die Stadt zu schicken wurde damit ein gutes Stück weit erfüllt. Ob dieser Wert allerdings auch so ausgefallen wäre, wenn die B 294 Ortsdurchfahrt am Marktplatz Baustellen bedingt nicht gesperrt gewesen wäre, bleibt fraglich.
4.
Betrachtet man die Verkehrsentwicklung auf dem innerörtlichen Straßennetz, so ist sicherlich auch hier ein Teil der Veränderungen auf die Sperrung der B 294 Ortsdurchfahrt am Marktplatz sowie auf die Sperrung des Postwegs zum Zeitpunkt der Erhebung zurückzuführen.
Dies macht sich insbesondere bei der B 294 Ortsdurchfahrt bemerkbar, wo oberhalb der Altstadt z.T. deutlich weniger Verkehr auftrat.
Von den 1.300 Fahrzeugen, die auf der Heilbronner Straße weniger gezählt wurden, nahmen die meisten den Umweg über den Alexanderplatz und sorgten somit zu einer Steigerung des Ver-kehrsaufkommens im Westen des Kernstadtgebiets.
Am deutlichsten sind die Veränderungen auf der L 1103, Abschnitt Georg-Wörner-Straße, wo sich der Verkehr gegenüber 2003 um 42 % erhöhte. Durch die Baustellen bedingte Öffnung dieser Straße für den Gegenverkehr stellte sich als „Abfallprodukt“ eine gleichmäßigere Verteilung des Verkehrs zwischen der Weißhofer Straße im Abschnitt Breitenbachweg – Heilbronner Straße und der Georg-Wörner-Straße ein.
Profitiert hat von der Öffnung der Georg-Wörner-Straße für den Gegenverkehr auch der Breitenbachweg, der annähernd 40 % an Verkehr verlor.
Die Ausweisung des Wohngebiets „Im Steiner Pfad“ sowie die Ansiedlung des Kraichgaucenters, des Modehauses und die Verlagerung eines Softwareunternehmens unterhalb des Rechbergs sorgten trotz Aufgabe der früher dort vorhandenen Industriearbeitsplätze für eine Mehrbelastung der Hermann-Beuttenmüller-Straße.
Dort nahm der Verkehr gegenüber 2003 um 23,4 % zu.
Eine knapp 11 %-ige Steigerung des Verkehrsaufkommens auf der Ruiter Straße vor dem Kreisverkehr hat seine Ursache in dem neu eröffneten Kraichgaucenter.
Die Abnahme des Verkehrs um 17,5 % in der Bahnhofstraße (Höhe Jugend- und Vereinshaus) resultiert aus dem 2003 eingerichteten Umleitungsverkehr. Zum Zählzeitpunkt 2003 war die Rinklinger Straße wegen der Erneuerung der Eisenbahnunterführung gesperrt. Der Umleitungsverkehr erfolgte zum großen Teil über die Brückenfeldstraße.
Abgenommen hat der Verkehr gegenüber 2003 in der Ortsdurchfahrt Diedelsheim, obgleich zum Erhebungszeitpunkt der Bahnübergang Diedelsheim wegen Sanierung der Bahnstrecke Bruchsal – Bretten – Mühlacker kein Verkehrshemmnis darstellte.
Erheblich reduziert hat sich der Verkehr in der Ortsdurchfahrt von Gölshausen. Die Herausnahme des Bundesstraßenverkehrs hat am Ortseingang aus Richtung Bretten zu einer Reduzierung des Verkehrsaufkommens um fast 69 % geführt. In Höhe des Rathauses Gölshausen hat der Verkehr gegenüber 2003 sogar um knapp 78 % abgenommen.
Der Verkehr von und zum Industriegebiet Gölshausen erfolgt heute mehrheitlich über die neue Industriegebietsanbindung Süd. Mit 4.700 KFZ/24 h liegt der Verkehrsanteil deutlich höher als bei der Industriegebietsanbindung Nord (2.800 KFZ/24 h).
Die Verkehrsbelastung der Römerstraße ging gegenüber 2003 um
20 % zurück und liegt bei 3.200 KFZ/24 h.
Vergleicht man die Summe des Verkehrs an den unter 4. aufgeführten Straßenabschnitten in den Zähljahren 2008 und 2003 so ergibt sich eine durchschnittliche Abnahme um 11,5 %. Diese Reduzierung innerorts beruht zum einen auf Verkehrsverlagerungen nach außen (B 293 Umgehung Gölshausen, B 35 Bretten), zum anderen aber auch auf eingetretene Veränderungen im Verkehrsverhalten sowie durch erfolgte Verlagerungen von Verkehrsquellen und Zielen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Auswertung Verkehrsaufkommen 2008 (PDF) | 55.02 KB |


