Persönliche Engel im Islam

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Den Engeln kommt im Islam eine große Bedeutung zu, weil nur durch sie den Propheten die göttlichen Offenbarungen übermittelt wurden. Die Engel wurden nach islamischem Glauben bereits vor den Menschen geschaffen, und zwar aus göttlichem Licht (dem „Nur“). In dieser Gestalt können sie aber lediglich von den Propheten gesehen werden. Engel können aber auf Gottes Befehl auch Menschengestalt und andere Formen annehmen.

Im Islam gibt es zahllose Engel. Sie essen, trinken und schlafen nicht und sie sind weder männlich noch weiblich. Sie sind ohne Sünde und ohne Neigung zum Bösen. Sie fürchten ihren Schöpfer und preisen ihn unablässig bei Tag und Nacht. Sie vollbringen alles, was ihnen befohlen wird.

Neben der Erzengeln, den Thronengeln (die den Thron Gottes tragen) sowie den Paradies- und Höllenengeln kennt der Islam auch helfende, schützende und den einzelnen Menschen persönlich zugeordnete Engel. Gläubige Muslime rechnen damit, ununterbrochen von den Engeln Gottes umgeben zu sein – zur Hilfe, zum Schutz, aber auch zur Kontrolle. Zugleich sind sie überzeugt von der Gegenwart anderer Geistwesen, der Dschinn. Nach islamischer Auffassung sind die Dschinn von Gott aus Feuer geschaffene intelligente Wesen. Sie werden damit von den aus Erde geschaffenen Menschen und den aus Licht geschaffenen Engeln unterschieden.

Persönliche Engel sind in der islamischen Glaubensüberlieferung vor allem die beiden „Ehrenhaften Schreiber“. Danach wird jeder Mensch sein gesamtes Leben hindurch von zwei Engeln begleitet. Der Engel zur Rechten schreibt alle guten Worte und Taten auf, der Engel zur Linken alles Schlechte. Diese Verzeichnisse der guten und bösen Taten werden den Menschen am Tag der Gerichts jeweils vorgelegt und sind entscheidend für das Urteil.

In der islamischen Kunst wird die bildliche Darstellung Gottes, der Engel und der Menschen aus religiösen Gründen abgelehnt. Stattdessen finden sich reich verzierte Malereien und Stickereien von einzelnen Abschnitten („Suren“) des Koran, die auch als Wandschmuck Verwendung finden.