Industriekarussell

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Ein Turbo für's Karussell

„Am Anfang war die Krise. Bretten hat sie als Chance begriffen und genutzt.“

Am Anfang der Entwicklung stand das von der Stadt konzipierte „Industriekarussell“. Die Krise der „weißen Ware“, die ihr Zentrum in Bretten hatte, erforderte neue Ansätze zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Bretten wagte ein Projekt mit bundesdeutschem Modellcharakter. Betriebe aus beengten räumlichen Verhältnissen wurden umgesiedelt. Firmen mit weniger Raumbedarf rückten nach. Industriebrachen wurden so vermieden, Gelder und Flächen eingespart. Und: Es ging schnell. Viele Unternehmen konnten am Ort gehalten werden. Das Industriekarussell bot Ausweich- und Erweiterungsmöglichkeiten. Wies konsequent neue Industrie- und Gewerbegebiete aus. Hielt Optionen auf Erweiterungen bei Umsiedlungen bereit. Bot aktive Unterstützung durch die Verwaltung. Grundzüge, die noch heute Gültigkeit haben, auch wenn die alten Industriestandorte im Süden Brettens zum größten Teil aufgelöst und umgesiedelt sind, neuen, modernen Dienstleistern, zum Beispiel im Bereich Software -Entwicklung, Platz gemacht haben. Die meisten produzierenden Betriebe haben sich im Zug um Zug flächenmäßig und infrastrukturell erweiterten Industriegebiet Gölshausen angesiedelt. Große Unternehmen mit bundesweiter Ausstrahlung finden sich auch am Ortseingang des Stadtteils Rinklingen.

Die damals teilweise marode Situation der alten Industrielagen gingen Verwaltung und Gemeinderat mit Stadtsanierungsprojekten an. Heute wird der Brettener Süden, der praktisch lückenlos von der Stadt erworben wurde, einem völligen Strukturwandel unterzogen.

Bis in das Jahr 2012 reichen die Planungen, die dem gesamten Gebiet ein gänzlich neues, zukunftsweisendes Gesicht geben.

(Auszug aus der Broschüre „Wirtschaftsstandort Bretten“)