Der Arbeitskreis Klimaschutz informiert: Hydraulischer Abgleich spart Heizkosten

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Der hydraulische Abgleich ist eine sehr effiziente Maßnahme, um Heizkosten zu senken. Einsparungen von 15 Prozent sind möglich.

Beim hydraulischen Abgleich werden die einzelnen Komponenten der Heizung aufeinander abgestimmt. Die Wärme soll dort zum Einsatz kommen, wo sie benötigt wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die voreinstellbaren Thermostatventile. Deren Aufgabe ist es, die Temperatur im Raum möglichst konstant zu halten. Dazu sind sie auf den richtigen Wasserdruck angewiesen. Ist er zu hoch, wird der Heizkörper zu heiß, obwohl das Ventil nur wenig geöffnet ist. Ist der Druck zu niedrig, wird der Heizkörper erst bei voll geöffnetem Ventil warm. Bei einem hydraulischen Abgleich werden alle Ventile entsprechend ihrer Lage im Haus eingestellt. So können bis zu 15 Prozent der Heizenergiekosten eingespart werden. Für einen hydraulischen Abgleich wird zunächst die Heizlast für jeden einzelnen Raum berechnet. Entscheidend dafür sind die Außenflächen, also die Größe und Beschaffenheit von Wänden, Decken, Fenstern und Türen. Die errechnete Heizlast wird dann mit der Heizleistung der vorhandenen Heizkörper verglichen. Zusätzlich wird die Entfernung zur Heizungspumpe berücksichtigt. Aus all diesen Größen ergeben sich die Einstellwerte für die einzelnen Heizkörper. Die Aufnahme der Daten dauert für ein Einfamilienhaus etwa eineinhalb Stunden, die Berechnung etwa vier Stunden.

Das Einstellen der Heizkörper braucht dann nur etwa fünf Minuten pro Heizkörper, wenn keine Bauteile ausgetauscht werden müssen. Die genauen Kosten eines hydraulischen Abgleichs hängen von der Hausgröße ab. Bei Einfamilienhäusern ist ein Abgleich ab etwa 500 Euro möglich. Wenn sich damit jährlich 160 Euro einsparen lassen, rechnet sich die Maßnahme also schon nach etwas mehr als drei Jahren.  „Nutzen Sie auch die Zuschüsse des Bundes“, rät Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg. Die KfW-Förderbank übernimmt bei einer Optimierung der Wärmeverteilung von bestehenden Heizungsanlage 25 Prozent der damit verbundenen Kosten. 

Weitere Informationen zu Förderung und zur energetischen Gebäudemodernisierung erhalten Interessierte über das kostenfreie Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 / 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

Quelle: co2online, Zukunft Altbau