Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff ist der neue Vorsitzende des Abwasserverbandes „Weißach- und oberes Saalbachtal“
Der Abwasserverband „Weißach- und Oberes Saalbachtal“ hat einen neuen Vorsitzenden. Nachfolger von Paul Metzger ist Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff. Während seiner ersten Verbandsversammlung überließ er die Zügel allerdings noch seinem Stellvertreter, dem Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, „um ein bisschen hineinzuschnuppern“, wie OB Wolff selbst formulierte.
Zum ersten Mal in seiner neuen Zusammensetzung tagend, nutzte Geschäftsführer Kurz die Gelegenheit für eine ausführliche Darstellung der Kläranlage. Er trug ein beeindruckendes Zahlenwerk vor:
Der Zweckverband weise mittlerweile ein Investitionsvolumen von 87,7 und eine Bilanzsumme von 51 Millionen Euro auf. Die Betriebskosten belaufen sich jährlich auf 7,7 Millionen Euro. Jährlich würden 8,2 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt.
Der Verband bleibt nicht auf dem Status quo stehen.
Die Verbandsversammlung beschloss mehrere Sanierungen und Umbauten, die insbesondere das Leitungssystem auf den modernsten Stand bringen sollen.
So wird etwa in der Kläranlage selbst die Gebläsestation eines Belebungsbeckens auf Vordermann gebracht mit einer Investitionssumme von 150.000 Euro.
Für die Modernisierung von Stauraumkanälen in den Regenüberlaufbecken „Wanne“ und „Kupferhälde“ in Bretten und „Reutweg“ in Ölbronn sind insgesamt 305.000 Euro vorgesehen.
Um`s Geld ging es auch bei der Verabschiedung der Jahresrechnung und des Rechenschaftsberichts für das Jahr 2009. Der Verwaltungshaushalt schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 7,686 Millionen, der Vermögenshaushalt mit 1,509 Millionen Euro ab. Die Verbandsversammlung nahm davon zustimmend Kenntnis.
Ausführlich ging Eugen Kurz wie auch der Maulbronner Bürgermeister Andreas Felchle auf die Eigenkapitalrückführung ein. Sie hat erhebliche Summen in die Kassen der den Verband tragenden Gemeinden gespült.
Der Verband hingegen musste dafür einen Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro aufnehmen, womit eine Gesamtverschuldung von 34,7 Millionen Euro erreicht wird. Bei einem sehr niedrigen Zinssatz wirke sich die Darlehensaufnahme aber durchweg positiv für die Bürger aus. Die Gemeinden erhielten dadurch die Gelegenheit, hochverzinsliche Kredite abzulösen oder mit den liquiden Mitteln Neubauinvestitionen im Abwasserbereich ohne Darlehen zu finanzieren.

24. Brettener Weinmarkt
