Sitzung des Gemeinderats vom Montag, den 01. Februar 2010
Sitzung vom Montag, den 01. Februar 2010
In einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am 01. Februar 2010 wurde der vor zwei Monaten gewählte neue Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff auf das verantwortungsvolle Amt vereidigt. Stadtrat Michael Nöltner, der erste ehrenamtliche Stellvertreter des Oberbürgermeisters, sprach die Eidesformel vor. Martin Wolff bekräftigte mit einem lauten „So wahr mir Gott helfe!“
In seiner Ansprache hieß Michael Nöltner OB Wolff noch einmal herzlich willkommen und bot eine kollegiale Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat an. Als Zeichen der neuen Würde übergab Alt-Oberbürgermeister Paul Metzger Martin Wolff die silberne Amtskette mit den Wappen der Stadt und der neun Stadtteile.
Beim anschließenden Festakt im Rathaus begrüßte Bürgermeister Willi Leonhardt die zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürger sowie mit launigen Kommentaren die hochkarätigen Vertreter des politischen Lebens, die zum Amtsantritt Wolffs in die Melanchthonstadt gekommen waren. Er sagte dem neuen Chef Unterstützung durch die motivierten Mitarbeiter zu.
Für die Landesregierung beglückwünschte Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner den neuen Oberbürgermeister und gab seiner Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit Ausdruck. Der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich unterstrich in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Städtetags und Vorsitzender der TechnologieRegion die Bedeutung der Mittelzentren für die Entwicklung der Region; Bretten könne dabei eine wichtige Rolle spielen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel wünschte dem neuen Oberbürgermeister viel Erfolg bei der Bewältigung der zahlreichen Schwierigkeiten mit denen die Kommunen in der aktuellen Wirtschaftskrise konfrontiert sind, Bürgermeister Eberhard Roth aus Sulzfeld gratulierte im Namen des Bürgermeistersprengels, der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp betonte die Notwendigkeit gutnachbarschaftlicher Beziehungen im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft Bretten-Gondelsheim.
Grußworte sprachen auch der Ortsvorsteher Manfred Hartmann für die neun Stadtteile, der stellvertretende Bürgermeister Bernd Camminadi aus Hemer für die neun Städte- und Stadtteil-Partnerschaften Brettens, Schulleiter Martin Knecht für die Schulen, Pfarrer Engelbert Baader für die Kirchen und Konfessionen, Peter Dick für die rund 200 Brettener Vereine.
In einer programmatischen Antrittrede umriss der neue Oberbürgermeister seine Ziele und Vorhaben für die achtjährige Amtszeit. Einführend erläuterte er sein Bild von einem erfolgreichen Oberbürgermeister, dessen Beziehungen zu den Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Gemeinderat. Richtschnur seines Handeln sei der Nutzen für die Stadt und deren Bewohner, die Umweltverträglichkeit und Finanzierbarkeit von Projekten. Als Chef der Verwaltung wolle er einen kollegialen Arbeitsstil pflegen, der Kreativität und Verantwortungsfreude der Bediensteten fördert. Die Kooperation mit den Vereinen, speziell deren Jugendarbeit sei ihm ebenso wichtig wie das Einbinden aller Konfessionen in die Kommunalpolitik. Zu den Nachbargemeinden und der Partnerkommunen wolle er die Beziehungen intensivieren. Als vordringlich einer Lösung harrende Probleme nannte er Verkehr und Einzelhandel sowie die weitere Stärkung der Wirtschaftskraft.
Sein wichtigstes Anliegen sei „den Grundsätzen der Gleichbehandlung, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Bürgerfreundlichkeit oberste Priorität einzuräumen“, versicherte der neue Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff.
„Ich bin ein Oberbürgermeister für die gesamte Brettener Bevölkerung und selbstverständlich Ansprechpartner für Alle. Und wenn ich von der Brettener Bevölkerung spreche, dann - und dies möchte ich ausdrücklich betonen - dann meine ich damit wirklich alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig davon, wo sie geboren wurden, welche Sprache ihre Muttersprache ist, an welchen Gott sie glauben und welchen Pass sie bei sich haben. Und natürlich auch unabhängig davon, in welchem Stadtteil sie wohnen. Um einem solchen verantwortungsvollen aber auch reizvollen Auftrag zu entsprechen, bedarf es der Einbindung in die Bürgerschaft, ihre Vereine und Organisationen. Es bedarf eines harmonischen Verhältnisses zum Gemeinderat und zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche der vorgegebenen Zielsetzung vertrauen und folgen sollten.“
Bes(ch)wingt sorgte die Bigband des MGB unter der Leitung von Bernhard Pfaus für gute Stimmung – die wirkte sich auch auf die anschließenden Gespräche aus.


